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  • AutorenbildStéphanie Zeindler

Die Fahrt zum Pazifik

Mit einiger Verspätung (wir hatten zuu viel Spass) möchten wir unsere Eindrücke auf der Reise ans Meer teilen, beginnend mit dem berüchtigten Roca Azul.

Auf dem Weg legten wir einen kurzen Halt für Früchte und Gemüse ein. Der erhoffte Stellplatz am See enttäuschte – eine matschige Wiese neben US-Trailer-Campern, selbstverständlich alle mit Starlink ausgestattet. Abends genossen wir selbstgemachte Tacos. Der nächsten Tag: Nasskaltes Wetter, gefühlte 10 Grad – Spiele- und Netflix-Nachmittag, ganz nach Marlon's Geschmack. Mit 9 Stunden Schlaf machten wir uns frühmorgens auf den Weg nach Tequila.


Die Fahrt bot uns atemberaubende Blicke auf endlose Felder mit blauen Agaven, die sich sanft über die Hügel erstreckten.

Dort angekommen, schien der ausgesuchte Stellplatz wie vom Erdboden verschluckt. Kurzerhand entschieden wir uns für einen spontanen Wechsel – von der geplanten Campingnacht zum Komfort eines Hotels.

Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Die Strassen waren bunt und lebendig, gesäumt von charmanten Geschäften und gemütlichen Cafés. Wir schlenderten durch die Strassen und tauchten in die faszinierende Geschichte und Kultur der Stadt ein. Von alten Kirchen zu kunstvollen Handwerksläden gab es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Die Menschen empfingen uns herzlich und waren stolz darauf, ihre Traditionen mit Besuchern zu teilen.

Nach dem ausgiebigen Spaziergang hatten alle ein knurren in Magen. Wir setzten uns ins Cholula (Jose Cuervo) und bestellten uns das beste und das zweitbeste Essen. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht.



Nach dem Essen zog es uns auf den grossen Platz vor der Kirche. Dort fand eine Messe statt. Der Prediger stand auf einem Podest und erzählte wohl die Weihnachtsgeschichte. Der Platz war gut gefüllt mit Menschen uns sie lauschten gespannt den Worten des Priesters. Rund um den Platz waren Strassenverkäufer, welche Gebäck und Süssigkeiten anboten. Marlon genoss seine erste Zuckerwatte und Flo gönnte sich eine Crêpes mit Nuttella. Es war ein wunderschöner Besuch in der Stadt Tequila.



Am nächsten Morgen checkten wir früh aus, denn wir wollten schnellstmöglich ans Meer.

Die Fahrt zu diesem malerischen Ort war malerisch. Mit jedem Kilometer wurde es grüner, und die zunehmende Anzahl von Palmen verriet, dass wir bald unser Ziel erreichen würden. Die Vorfreude darauf, endlich mit unserem Landy am Meer anzukommen, war riesig – und wir wurden mehr als belohnt.

Ein guter Freund hatte uns einen Geheimtipp gegeben: Sayulita, ein charmantes Städtchen am Meer. Ein wahres Surfparadies. Als wir auf dem Stellplatz ankamen, hatten wir Glück. Es war der letzte verfügbare Platz, umgeben von Palmen und Blumen und keine 50 Meter entfernt zum Strand- ein Traum.

Während wir unser Zuhause für die Nacht klar machten, kam der Besitzer des Grundstücks auf uns zu und begann, mit uns zu reden. Er war 89 Jahre alt und gebürtiger Hamburger. Er erzählte uns viele spannende Geschichten über sein Leben und über Sayulita.

Die Tage vergingen wie im Flug, gefüllt mit erfrischenden Badegängen im wunderschönen Meer, dem Bau von Sandburgen und erkunden des Städtchens. Unser Highlight: das abendliche Feuermachen direkt am Strand. Die Feuerstelle wurde kurzerhand zur neuen Küche, und so genossen wir unvergessliche Abende am Ufer.

Wir dehnten den Aufenthalt auf ganze sieben Tage aus. Diese zusätzliche Zeit erlaubte uns, die Schönheit von Sayulita noch intensiver zu erleben, tiefer in die entspannte Atmosphäre einzutauchen und weitere unvergessliche Momente an diesem einzigartigen Ort zu erleben. Jeder Tag fühlte sich an wie ein kleines Geschenk, und wir waren dankbar dafür, dass wir so spontan unterwegs sein können.

Es ist erstaunlich, wie das Glück manchmal im Leben zuschlägt. Inmitten dieser paradiesischen Kulisse fanden wir nicht nur einen grossartigen Stellplatz, sondern auch eine Gemeinschaft von reisefreudigen Menschen. Sayulita hat uns echt mit seiner Schönheit verzaubert, auch mit den herzlichen Begegnungen, die uns hier widerfahren sind.


Bis bald.


Flomaste











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