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  • AutorenbildStéphanie Zeindler

Auf den Spuren der Mayas

20.01.2024 - 01.02.2024


Nach unserer anstrengenden Passfahrt kamen wir erschöpft, jedoch voller Neugierde in Puerto Escondido an. Die Tage im Hotel waren genau das, was wir gebraucht hatten, um uns zu erholen. Wir konnten ausschlafen, die Batterien aufladen und uns auf einen entspannten Tag bei unseren Freunden in ihrem traumhaften Airbnb freuen.

Der Tag in der Villa stand ganz im Zeichen von Entspannung und Erholung. Wir quatschten viel über dies und jenes und planschten dabei im Pool. Zum Abendessen wurde eine leckere Bolognese gereicht, was den Tag perfekt abrundete. Der Mezcal war aber auch nicht schlecht.

Am nächsten Tag zog es uns an den Strand. Gemeinsam mit Marlon bauten wir eine riesige Sandburg, welche zum Schluss sogar noch eine Walkopf erhielt. Der Strand war zum Glück nicht überfüllt, und das Meer lud mit einer angenehmen Temperatur zum Baden ein.

Doch wie das Reisen so ist, ging auch unsere Zeit in Puerto Escondido vorbei.



Nach unserer erholsamen Zeit in Puerto Escondido setzten wir unsere Reise in Richtung Santa Maria Huatulco fort. Wir planten einen kurzen Aufenthalt von zwei Nächten.

Auf dem kleinen, mit Hängematten ausgestatteten Platz direkt am Strand waren nur wenige Besucher. Marlon freundete sich beim "sandele" sofort mit einem Mädchen aus Frankreich an. Genauer aus Lyon.

Sie gaben ein süsses Paar ab.

Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder begaben wir uns am nächsten Morgen in aller Frühe auf einen Bootsausflug, um in einer kleinen Lagune zu schnorcheln. Mit einem kleinen Motorboot erkundeten wir die Küste, genossen die Meeresbrise und hielten Ausschau nach Walen, Rochen und Delfinen.

Nach wenigen Minuten entdeckten wir einen Buckelwal. In etwa 50 Metern Entfernung schien er neben unserem Boot her zu schwimmen.

Delfine und Rochen hatten an diesem Tag für uns leider keine Zeit. Beim Schnorcheln gab es leider nichts zu sehen. Nichts desto trotz war es ein lohnenswerter Ausflug.

Die Tage vergingen wie gewohnt schnell, und so näherte sich der letzte Abend an diesem lauschigen Plätzchen. Nach dem Abendessen lernten wir eine Gruppe einheimische kennen, welche das Wochenende in ihren Zelten auf dem Campingplatz verbrachten. Der Kontakt kam zustande, als wir unsere Schnapsflaschen austauschten. Sie boten uns ihren selbstgebrannten Mezcal an, und wir unseren Rum. Bald schon sassen wir an einem Tisch, lachten, tranken kurze und snackten dazu Heuschrecken. Lecker...




Am nächsten Tag setzten wir unsere Küstenfahrt fort und erreichten einen Stellplatz in Flor del Pacifico am Meer, um frisch geschlüpfte Schildkrötenbabys zu beobachten. Nach einem frühzeitigen Abendessen erkundigten wir uns beim "Besitzer", Brando, wann wir zum Strand gehen sollten. Er empfahl uns, wenn der Mond aufgeht.

Obwohl die Vollmondnacht bereits zwei Tage zurück lag und Schildkröten dann am ehesten schlüpfen, waren wir uns unsicher, ob wir welche sehen würden. Um halb neun sahen wir den aufgehenden Mond in all seiner Pracht. Strahlend in orangenen Farben und größer als gewohnt. Bewaffnet mit Taschenlampen suchten wir also den Strand nach Schildkrötenbabys ab. Trotz vieler Eierschalen fanden wir leider keine Babys, ausser einer ausgetrockneten ausgewachsenen Schildkröte. Nach 40 Minuten kehrten wir ergebnislos zum Landy zurück.

Nach einer sehr lauten Nacht aufgrund nächtlicher Ankünfte von "Gästen", erhielten wir nicht viel Schlaf. Dennoch wurden wir am Morgen belohnt, als Brando mit einem Becken frisch geschlüpfter Babyschildkröten zu uns kam. Er lud uns ein, sie gemeinsam ins Meer freizulassen. Was für ein tolles Erlebnis! Mit Namen versehen, liessen wir sieben winzige Schildkröten am Strand frei und wünschten ihnen eine gute Reise. Nach diesem glücklichen Moment packten wir unsere sieben Sachen und setzten unsere Fahrt fort.



Unser nächstes Ziel war ein wunderschöner Canyon mit einem beeindruckenden Wasserfall. Der Aguacero Wasserfall im Bundesstaat Chiapas. Die Fahrt zu unserem nächsten Stopp gestaltete sich erneut abenteuerlich. Nicht aufgrund von Orientierungsproblemen, sondern wegen eines gewaltigen Sturms, der über die Ebene fegte. Die Böen waren so heftig, dass auf der Autobahn einige Lastwagen umgeworfen wurden, was zu Stau führte. Der Anblick dieser verunfallten Lastwagen war tragisch. Wir kamen glücklicherweise unbeschadet aus dem Sturm raus. Unser Landy verbrauchte mehr Diesel als üblich, da uns leider kein Rückenwind unterstützte – im Gegenteil, er kam uns kräftig entgegen oder von der Seite. Das Fahren war sehr herausfordernd, zumal die Strassen zusätzlich mit mörderischen Schlaglöchern gespickt war.

Plötzlich setzte auch noch heftiger Regen ein. Wir hofften, dass das Wetter am Zielort besser sein würde. Leider Fehlanzeige – zum Glück aber nur noch leichter Nieselregen.

Wir stellten unsere Markise auf, die uns vor dem Regen schützte. Sté kochte uns eine Fritata (Kartoffelkuchen mit Gemüse und Käse) und danach gingen wir nach diesem anstrengenden Tag früh ins Bett.

Nach einer angenehmen Nacht begaben wir uns zum wunderschönen Wasserfall, für den wir 700 Treppenstufen mit unterschiedlichen Höhen in den Canyon hinabsteigen mussten. Der Anblick dieses Naturspektakels hat sich definitiv gelohnt.



Danach trafen wir auf die französische Familie, mit denen wir bereits den Bootsausflug gemacht hatten. Wir tauschten unsere Reisepläne aus, denn eigentlich war geplant, nach San Cristobal zu fahren und von dort aus weiter nach Palenque. Jedoch wurde uns von der Weiterfahrt aufgrund von Sicherheitsbedenken abgeraten, da die Strasse anscheinend anfällig für Raubüberfälle durch lokale Banden ist. Um nicht den ganzen Weg von San Cristobal zurückzufahren, entschieden wir uns, die Stadt zu meiden und wählten stattdessen den sichereren Weg über Villahermosa. Glücklicherweise verlief die Fahrt ereignislos, trotz der erneut sehr schlechten mautpflichtigen Strasse.

Da es in Villahermosa nicht viele Stellplätze gab, parkten wir auf einem bewachten Parkplatz vor einem nicht sehr einladenden Aquapark. Es war nur ein Durchfahrtsschlafplatz für uns.

Da wir am Vortag bereits viele Kilometer zurückgelegt hatten, war die Fahrt nach Palenque mit nur 1,5 Stunden kurzweilig. Am Zielort angekommen, hatten wir Mühe, einen geeigneten Platz zum Übernachten zu finden. Einen Platz haben wir erst gar nicht gefunden und beim Zweiten liess uns der allgemeine Zustand die Nase rümpfen. Da wir da auch nirgends frei übernachten konnten/sollten, suchten wir uns kurzerhand ein Hotel im Zentrum aus. Wir gönnten uns also wieder mal eine warme Dusche und ein nicht selbst gekochtes Abendessen.

Am nächsten Tag hatten wir viel vor: Nebst den berühmten Ruinen der Maya wollten wir später eine Tierpflegestation besuchen. Unseren Landy konnten wir beim Hotel stehen lassen und nahmen stattdessen ein Taxi zu den Ruinen. Unterwegs mussten wir die Eintrittskarten besorgen, 2x Parkeinritt Erwachsene und 2x Abgabe für den Staat. Logisch oder? Marlon durfte dafür kostenlos rein. Anschliessend fuhren wir noch etwa 1 km zum Eingang mit dem Taxi weiter. Da mussten wir erneut 50 Pesos bezahlen, damit man im Park Fotos machen darf. Kurz noch zwei Bananen beim Stand vor dem Eingang gekauft und schon gings los.

Der erste Teil des Rundgangs führte uns durch den wunderschönen Regenwald, und schon bald konnten wir das erste imposante Gebäude erkennen. Glücklicherweise kamen wir früh am Morgen an. So konnten wir einige Schnappschüsse der Tempel ohne viele Touristen davor machen. Die gesamte Anlage mit ihren Tempeln ist überaus beeindruckend und die Geschichten dazu faszinierend. Wir waren froh, den Weg auf uns genommen zu haben. Nach etwa drei Stunden und wohl fünf erklommenen Tempel und Pyramiden kauften wir zum Andenken einem Händler noch etwas Obsidianschmuck ab. Wieder draussen angekommen, stiegen wir in einen Dschungelbus ein, welcher uns zur Tierpflegestation fuhr.



Die Aluxes Mexiko Tierpflegestation ist eine Einrichtung, welche sich dem Schutz und der Rehabilitation einheimischer Tierarten in Mexiko widmet. Der Name "Aluxes" bezieht sich auf Fabelwesen aus der Mayakultur, welche die Natur beschützen. Die Station bietet einen natürlichen Lebensraum für bedrohte Arten.

Die Tierpfleger rehabilitieren Tiere, welche Opfer von Wilderei oder Umweltveränderungen wurden und setzen sich für ihre Rückkehr in die Natur ein.

Nach drei erlebnisreichen Tagen in Palenque brachen wir nun auf Richtung karibische Küste. Die antiken Ruinen und die faszinierende Geschichte haben uns beeindruckt, doch es locken Strände und das azurblaue Meer. Die letzte Etappe unserer Reise verspricht neue Erlebnisse.


Auf bald.



Flomaste



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1 comentário


Convidado:
11 de fev.

Vielen lieben Dank für den tollen Bericht mit den wünderschönen Bildern und Videos - einfach WAU und für euch unvergesslich - geniesst es weiterhin und tankt noch viel Sonne - zuhause heute leider nass und trübe - Grüessli und eine guete Weiterfahrt nach Veracruz 👋😘

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