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  • AutorenbildStéphanie Zeindler

Die ersten Kilometer in Mexiko

01.12.2023-05.12.2023


Wir sind hier in Mexiko voll durchgestartet, und wir wollen euch von den ersten Kilometern erzählen.

Am Freitag war unser Start. Unser erster Halt war natürlich 'ne Tankstelle. Und oh, was für eine positive Überraschung! Diesel hier kostet nur halb so viel wie wir es aus der Schweiz gewohnt sind. Ein Grund zum Feiern. Also haben wir unseren Landy mit 105 Litern vollgetankt und für unseren Kocher noch einen ganzen Liter Benzin abgesahnt. Die Primus Brennstoffflasche ist mit einem Dichtungsring gesichert. Aber der Typ an der Tanke hat leider einen verloren, so dass die Flasche nicht mehr dicht war. Danke, echt jetzt! Also haben wir kurzerhand auf dem Parkplatz des Wallmarts unseren Kocher befeuert, damit das Benzin nicht komplett verloren geht. Und das Leck in der Flasche haben wir dann später gefixt. Sté hat in dieser Zeit mit Marlon unsere Einkaufsliste abgearbeitet. Der Diesel scheint nicht ganz die Qualität zu haben, wie zuhause. Der Landy raucht öfter und schwärzer als normal.


Dann ab ins Navi mit der ersten Route, und los ging's! Wir haben uns für die Mautstraße entschieden. Unsere erste Nacht haben wir an einem chilligen See unterhalb von Puebla verbracht. Schon bei der Ankunft haben wir gemerkt, dass es hier eine Menge Mücken gibt. Da es hier in Mexiko megafrüh dunkel wird, haben wir direkt unser erstes Abendessen zubereitet – auf Marlons Wunsch - simple Teigwaren mit Tomatensauce.

Während des Kochens wurde es dunkel, dann kamen die Biester! Zum Glück haben wir einen coolen Mückenkiller im Auto. Der hat diejenigen Plagegeister, die es geschafft haben, reinzukommen, erledigt. Dafür hatten wir eine ruhige Nacht mit einem tollen Sonnenaufgang.




Am nächsten Tag fuhren wir weiter zur geschichtsträchtigen Stadt Teotihuacàn. Unser Navi meinte, es dauert 2 Stunden auf der Mautstrasse. Wir dachten, für die zweite Hälfte probieren wir mal die nicht-mautpflichtigen Strassen aus, da wir das am Sprit gesparte Geld gleich wieder für die Mautgebühren ausgaben. Was war das für eine Spassaktion! Gut, dass unser Geländewagen einiges wegstecken kann. Teilweise gab's kaum richtige Strassen. Die Mexikaner lieben es ausserdem, regelmässig Geschwindigkeitsbumps zu installieren. Wenn man da schneller als 10km/h rüberfahrt, riskiert man wohl einen Achsbruch. Plötzlich tauchen die aus dem Nichts auf der 80er Strasse auf! Schnell sind wir dann wieder auf die Autobahn abgebogen, als sich die Chance bot. Leider gibts auch da sehr viele Schlaglöcher. Manchmal aber auch Reifen, Personen oder Fahrradfahrer mitten auf der Bahn. Es erfordert ein hohes Mass an Konzentration, hier zu fahren. Dementsprechend ermüdend ist es auch.


Am Nachmittag sind wir dann wohlbehalten auf dem Trailer Park in Teotihuacàn angekommen. Schon beim Einfahren wurde das Tor für uns aufgemacht. Als hätten sie uns erwartet! Wir wählten einen coolen Stellplatz aus, und schon beim Aufstellen zeigte sich, dass Sté den richtigen Instinkt hatte, die Markise auszufahren – es begann leicht zu regnen. Doch das sollte unserer Stimmung keinen Abbruch tun.

Während wir uns für die Nacht einrichteten, trafen nach und nach andere Fahrzeuge ein. Eine deutsche Familie und ein Pärchen mit je einem LKW, eine kanadische Familie mit einem Anhänger und eine weitere Familie aus der Schweiz (mit Berner Nummernschildern) mit einem Jumper – und zu Marlons Freude, alle mit Kindern.

Der Trailer Park füllte sich mit Leben, und die gemeinsame Atmosphäre war einfach fantastisch. Es ist immer schön, neue Menschen kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen, besonders wenn sie aus verschiedenen Teilen der Welt stammen.


Am nächsten Tag stand eigentlich der Besuch der beeindruckenden Pyramidenstadt bevor. Doch bei unserer Recherche stiessen wir auf eine kleine Überraschung – sonntags haben alle Mexikaner freien Eintritt. Ein beliebter Tag für Besuche, der jedoch nicht unbedingt für uns ideal war. Also beschlossen wir, einen gemütlichen Tag auf dem Campingplatz zu verbringen. Diese unerwartete Pause nutzten wir sinnvoll. Wir entschieden uns, unser Fahrzeug nochmals besser einzuräumen und eine Bestandskontrolle durchzuführen. Insbesondere nach dem Vorfall in Veracruz. Es fehlte glücklicherweise nichts weiteres.

Die Atmosphäre auf dem Campingplatz war angenehm entspannt. Wir nahmen uns Zeit, genossen das Zusammensein mit den anderen Reisenden und konnten sogar noch eine Ladung Wäsche in unserer mobilen Waschmaschine erledigen. (Video folgt)




Tags darauf machten wir den Ausflug zur Pyramidenstadt, welchen wir gemeinsam mit einer bezaubernden Berner Familie unternommen haben. Die Fahrt dorthin mit dem Taxi kostete gerade einmal 50 Pesos. Teotihuacàn liegt auf ca. 2300 m. ü. M.

Die Pyramidenstadt beeindruckte uns nicht nur mit ihrer archäologischen Pracht, sondern auch mit der lebhaften Atmosphäre, die bereits am frühen Morgen in der Anlage zu spüren war. Der Eintrittspreis von 90 Pesos pro Erwachsenem war sein Geld mehr als wert, und für Kinder war der Eintritt sogar gratis.

Kaum hatten wir die ersten Schritte auf dem Gelände gemacht, umgab uns eine bunte Vielfalt an Besuchern. Die Pyramidenstadt schien ein beliebtes Ziel zu sein, und es war faszinierend zu beobachten, wie sich die Menschen unterschiedlichster Herkunft hier versammelten, um die antiken Wunder zu bestaunen.

Die Atmosphäre wurde zusätzlich durch die zahlreichen Verkäufer belebt, die uns mit ihren Ständen entlang der Wege begegneten. Unaufdringlich boten sie uns Musikinstrumente, Ponchos, Sombreros und sogar Obsidianschmuck an. Die bunten Farben der traditionellen Kleidung und die kunstvoll gestalteten Handwerksstücke fügten sich perfekt in das Gesamtbild der Pyramidenstadt ein.

Während wir die eindrucksvollen Ruinen erkundeten, lernten wir auch einiges über die Geschichte und die Bedeutung der einzelnen Strukturen und Relives.

Besonders beeindruckend war der Blick von der Schlangenpyramide hin zur Sonne und Mondpyramide. Von dort aus konnten wir nicht nur die beeindruckende Architektur bewundern, sondern auch die atemberaubende Landschaft, die sich um die Pyramidenstadt erstreckte.

Unser Tag in der Pyramidenstadt war nicht nur eine kulturelle Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine bunte Expedition durch das lebendige Treiben und die Handwerkskunst Mexikos. Wir kehrten am Abend zufrieden, inspiriert und müde zu unserem Landy zurück – ein Tag voller unvergesslicher Eindrücke, den wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden.


Bleibt gespannt auf weitere Geschichten unserer Reise.



Flomaste


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