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  • AutorenbildStéphanie Zeindler

Das Warten

Wir warten immer noch voller Sehnsucht auf unseren Landy. Wir wollen endlich los. Weiterziehen - etwas erleben.

Aber von vorne:


Am Montag war ein Feiertag namens "Dia de la Revolucion". Da wird nicht gearbeitet. Auch nicht am Hafen. Pech für uns. In der Nacht zum Dienstag zog ein starker Nordwind auf, welcher es den Schiffen unmöglich machte, in den Hafen einzulaufen.


Dienstag's um neun Uhr hatte Flo einen Termin bei der Agentin Claudia (welche sich eigentlich als Luis entpuppte), um sämtliche Formalitäten und die Bezahlung zu erledigen.

Typisch schweizerisch, war Flo zu früh dort. Die erste Mitarbeiterin, welche eintraf, brachte einen Vogelkäfig mit einem laut krächzenden Vogel mit. Sie liess Flo ins ca. 20m2 grosse Büro rein. Im Vorraum stand ein Auto. Wahrscheinlich wird da in der Nacht noch eine Werkstatt betrieben...

Allmählich trafen alle Mitarbeiter im Büro ein. Flo zählte acht (auf 20m2!!).

Nun ging es los mit den Dokumnenten, welche wir ihnen vorgängig bereits geschickt hatten. Sie wollten alle nochmal sehen und einscannen! Kaffee wurde keiner angeboten! Sie fragten nach der Touristenkarte. Wir hatten keine! Kein Problem, sie machten uns schnell eine. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass wir uns um die Touristenkarte vorgängig sehr viele Gedanken machten. Weder im Flugzeug noch bei der Einreise erhielten wir eine. Online kann man eine ausfüllen, das kostet aber und ist wohl nur für die Einreise über Land oder Meer gedacht, nicht mit Flugzeug. Wir entschieden uns daher, es drauf an kommen zu lassen.

Nach längerem Warten gings mit dem Auto zur Bank. Natürlich war sie durch ein halbes Bataillon der Armee und Polizei gesichert. Drinnen: Warten. Dann kam endlich eine Bankangestellte an den freien Arbeitsplatz. Sie hatte eine eigene Kugelschreibersammlung mit bunten Federn und Puscheln dabei... Ihre Arbeit schien sie professionell zu erledigen. Nach etwa einer Stunde verliessen sie die Bank. Auf dem recht engen Parkplatz musste Flo dem Fahrer erklären, wie er da rauskam. Es ging zurück ins Büro. Warten. Zur Unterhaltung war da ein älteres deutsches Paar (inklusive Dreiviertelhosen und Sandaletten). Sie versuchten, mit extrem gebrochenen Schwabenenglisch auf den freundlichen Luis einzureden. Sie hatten so gut wie keine Dokumente bei sich! Warten mit Entertainment. Luis musste immer wieder schmunzeln.

Nun ging es zurück ins Hotel.


Wie Luis uns mitteilte, sollte unser Frachter am Donnerstag oder Freitag einlaufen. Die Realität sieht leider anders aus.

Wie bereits erwähnt, war es Dienstags und Mittwochs nicht möglich, Schiffe im Hafen aufzunehmen - wegen des starken Nordwindes. Das führte zu einem beträchtlichen Stau vor dem Hafen. Unser Frachter musste sich in die Warteschlange vor dem Hafen einreihen. Wir mussten unseren Hotelaufenthalt erneut verlängern.

Wir setzen unsere Hoffnung darauf, dass die mexikanischen Hafenarbeiter vielleicht am Wochenende eine Extra-Schicht einlegen und unser Frachter doch noch anlegen kann. Wir werden sehen.

Warten...


Bis bald mit hoffentlich positiven Neuigkeiten!


Flomaste





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